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"Wie lange sollte man um eine Beziehung kämpfen?"

Entscheidet sich ein Partner für die Trennung, der andere würde aber weiterkämpfen wollen, dann fällt das Loslassen besonders schwer.

Das Akzeptieren ist ein erster Schritt. Denn die erste Phase nach einer Trennung besteht meist aus dem genauen Gegenteil: der Nichtakzeptanz. «Man realisiert es noch nicht oder will es einfach nicht wahrhaben.» Anschliessend folgt eine Zeit der Wut. Starke Emotionen zeigen sich. Worauf eine Phase der Trauer folgt, in der man realisiert, was man verloren hat und was man alles vermisst. Erst nach all dieser Zeit gelangt man an einen Punkt, wo man nach vorne schauen und mit dem eigenen Leben weitermachen kann.

«Das Wissen, dass nach dieser emotionalen Zeit wieder Gutes kommt, kann helfen und Trost spenden», so Kuhn. Auch wenn man es manchmal nicht hören wolle, wie zum Beispiel von Freunden, die sagen, dass die Trauer vorbeigeht, tut es dennoch gut.

Sich mit anderen über seine Gefühle zu unterhalten, tut gut. «Sich Hilfe zu holen oder auch Tagebuch zu schreiben, hat etwas Heilendes», weiss Kuhn. Die Gedanken auszusprechen oder zu Papier zu bringen – das ist ein wertvoller Rat. Auch in Form eines Briefes an den Ex-Partner, den man nie abschickt, kann das geschehen.

In der hoch emotionalen Phase soll man aufpassen, dass man den Verstand nicht völlig ausschaltet. «Dinge des Ex-Partners zu zerstören oder Hass-Nachrichten zu schreiben, sollte man vermeiden.»

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